Kurze Geschichte des Hauses
Inhaltshinweis: Die Zeit des Hauses im Nationalsozialismus wir angeschnitten
1897 –
1933
Das Gebäude wurde 1897 als Schulgebäude errichtet und war zunächst in einen Mädchen- und Jungenflügel unterteilt. 1927 wurde die Schule in eine sogenannte weltliche Schule umgewandelt. Hier wurden Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet. Weltliche Schulen wie die Schule in der Fröbelstraße waren häufig sozialdemokratisch orientiert. Die offizielle Position der KPD zur weltlichen Schule bestand darin diese als „bürgerlich-anarchistische“ Versuchsschulen zu kritisierten. „Andererseits sahen die Syndikalisten im Kampf für Weltliche Schulen eine Möglichkeit, ihre unmittelbaren schulpolitischen Ziele zu realisieren, obgleich die Positionen der Anarchisten und Anarchosyndikalisten hierzu nicht homogen waren“.
Die Nationalsozialisten sahen die weltlichen Schulen allerdings im Widerspruch zu ihrer Ideologie und schlossen die Schule in der Fröbelstraße bereits umittelbar nach der Machtübernahme 1933. Die Schüler*innen wurden auf andere Schulen verteilt, die Lehrer*innen versetzt, entlassen oder sogar verhaftet. Das Gebäude wurde zu einem Lager für ausländische Zwangsarbeiter*innen umfunktioniert. Hier wurden zeitgleich bis zu 400 Gefangene untergebracht. In unserem Hausprojekt beschäftigt sich eine Gruppe von Bewohner*innen damit, Informationen über dieses Kapitel zu sammeln und später in einem Erinnerungsraum zugänglich zu machen.
1933 –
1945
1945 –
2012
Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs bis zum Mai 2012 wurde das Gebäude wieder als Grundschule genutzt. Auch einige Mitglieder von Stadtteilleben sind hier zur Schule gegangen. Die Grundschule ist nun von Linden ins Schulzentrum Fössefeld umgezogen und das ehemalige Schulgebäude wird von uns in ein Wohnprojekt umgebaut.
