Selbstverständnis
Solidarität – Mietenkämpfe – Antidiskriminierung – Gentrifizierung
Solidarität
Wir sind ein selbstgewählter Zusammenschluss von Menschen mit gemeinsamen Grundsätzen. Eines unserer Ziele ist es, Wohnraum mit sozialem Rückhalt zu schaffen, weswegen wir Teil des Mietshäusersyndikats sind. Außerdem möchten wir dass das Recht auf Wohnen allen gleich zusteht, weswegen wir uns entschieden gegen jegliche Diskriminierung stellen. Die Vielfalt der Wohn- und Lebensformen spiegelt sich hierbei in der Heterogenität der Gruppe wieder. Bei den 16 Wohneinheiten handelt es sich sowohl um altersübergreifende Wohngemeinschaften als auch um Einzelpersonen, sowie familiäre Lebensgemeinschaften.
In dieser Vielfältigkeit sehen wir die Möglichkeit, uns in unseren Kompetenzen und Erfahrungen zu ergänzen und ein solidarisches Zusammenleben zu verwirklichen. Über alle wichtigen Prozesse in unserem Wohnraum entschieden wir gemeinsam im Konsensprinzip. Aber unser ist deutlich mehr als ein Wohnhaus in Selbstverwaltung, es gibt auch viele verschiedene Räume, die öffentlich zugänglich sind oder von anderen Gruppen bespielt werden.
Mietenkämpfe
Wir im Wohnprojekt Stadtteilleben im Herzen Hannover-Lindens sind eine Generationsübergreifende Gruppe aus über 70 Personen. In unserem Haus, der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule, haben wir bezahlbaren Wohnraum geschaffen, der langfristig erhalten bleibt. Durch unser enges Zusammenleben haben wir die Möglichkeit viele Dinge zusammen zu nutzen, zu teilen und so nachhaltig zu wohnen. Doch es geht nicht nur darum, im und mit dem Stadtteil Linden zu leben, sondern auch öffentliche, unkommerzielle Räume für alle zu schaffen.
Wir haben den Anspruch Räume zu schaffen in denen sich alle – unabhängig von Herkunft, Glauben, Gender, finanziellen Möglichkeiten, oder Fähigkeiten – wohl fühlen können und achtsam miteinander umgehen. Bei der Umsetzung unserer Konzeption achten wir auf Barrierearmut und verfolgen ökologisch nachhaltige Ansätze. Regelmäßig sanieren und reparieren wir in viel Eigenleistung gemeinsam unser denkmalgeschütztes Haus. So sind wir seit 2019 damit beschäftigt, das Dach und die Fenster in Etappen zu sanieren und seit 2024 setzen wir unsere Fassade instand.
Antidiskriminierung
Als Hausprojekt lehnen wir entschieden jegliche Formen von Diskriminierung ab. Beispielweise Sexismus, Transfeindlichkeit, jegliche Rassismen, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus oder Klassismus.Wir selbst sind ein Projekt in dem viele queere Menschen leben, die finanziell unterschiedlich gut aufgestellt sind. Momentan haben wir noch relativ viele physische Barrieren, die wir nach und nach versuchen abzubauen. Der Anteil von weißen Menschen im Wohnprojekt ist prozentual relativ hoch. Wir möchten dass Stadtteilleben e.V. zu einem Ort wird, der an den Stellen, wo es noch ausbaufähig ist, für alle gleich zugänglich wird.
Wir sehen bei uns, so wie allen, die unsere Flächen mit nutzen, die Verantwortung, eigenes Verhalten zu reflektieren und gegebenenfalls zu ändern. Wir sehen Diskriminierung und jegliche Unterdrückung als etwas das aus der Gesellschaft hervorgeht und beispielsweise in Bereichen wie Politik und Wirtschaft fest verankert ist. Wir sehen den Abbau von Diskriminierung daher als eine gemeinsame Verantwortung als fester Teil von von unserem politischen wohnen und kämpfen. Wir sehen dies als stetig fortschreitenden gemeinsamen Prozess.
Gentrifizierung im Stadtteil
In Hannover, so wie in vielen anderen Städten, finden Gentrifizierungsprozesse statt: Wohnungen werden saniert und danach für ein Mehrfaches wieder vermietet oder verkauft. Das hat zur Folge, dass Menschen, die auf niedrige Mieten angewiesen sind, sich das Wohnen in den Städten nicht mehr leisten können. Dem wollen wir etwas entgegensetzen und dauerhaft günstigen Wohnraum ermöglichen, sowie Menschen Freiraum für kreative und politische Projekte bieten. Dabei haben wir den Anspruch, alle Bewohner*innen in die Planung und die Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Die sozial verträglichen Mieten gelingen uns durch Selbstverwaltung, das Einbringen von jeder Menge Eigenleistung und durch die Finanzierung durch Direktkredite.
In Hannover, so wie in vielen anderen Städten, finden Gentrifizierungsprozesse statt: Wohnungen werden saniert und danach für ein Mehrfaches wieder vermietet oder verkauft. Das hat zur Folge, dass Menschen, die auf niedrige Mieten angewiesen sind, sich das Wohnen in den Städten nicht mehr leisten können. Dem wollen wir etwas entgegensetzen und dauerhaft günstigen Wohnraum ermöglichen, sowie Menschen Freiraum für kreative und politische Projekte bieten. Dabei haben wir den Anspruch, alle Bewohner*innen in die Planung und die Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Die sozial verträglichen Mieten gelingen uns durch Selbstverwaltung, das Einbringen von jeder Menge Eigenleistung und durch die Finanzierung durch Direktkredite.